Neue Stiftung stärkt Bildungs- und Sozialarbeit in Franken
Mit einem feierlichen Gottesdienst und einem anschließenden Gründungsfestakt in Nürnberg wurde die Stiftung Kolping-Bildungswerk Franken offiziell ins Leben gerufen. Rund 150 Gäste aus Politik, Kirche, Verwaltung, Gesellschaft und den Kolping-Einrichtungen kamen zusammen, um diesen besonderen Meilenstein zu feiern. Die Stiftung bündelt künftig die Kräfte der Kolping-Bildungswerke aus den Erzbistümern Bamberg und Würzburg in einer gemeinsamen, rechtsverbindlichen Struktur.
Den Auftakt bildete ein Gottesdienst in der Nürnberger Allerheiligenkirche, den Landespäses Christoph Wittmann gestaltete. In seiner Predigt stellte er die Bedeutung von Bildung, Gemeinschaft und gesellschaftlicher Verantwortung in den Mittelpunkt und spannte den Bogen zur Idee Adolph Kolpings, Menschen durch Bildung und Zusammenhalt neue Perspektiven zu eröffnen. Der Gottesdienst verlieh der Gründungsfeier einen würdigen und besinnlichen Rahmen.
Anschließend begrüßten die Verantwortlichen die Gäste zum Festakt im LUX – Junge Kirche Nürnberg. Durch den stilvollen Abend führte Moderatorin Annekatrin Hentschel. Neben musikalischen und künstlerischen Impulsen sorgte der Nürnberger Kabarettist und Stimmenimitator Bernd Händel mit seinen humorvollen Beiträgen für unterhaltsame Akzente und lockerte den Abend immer wieder auf.
Zu den Gratulanten des Abends zählte auch Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König. In einer eigens aufgezeichneten Videobotschaft würdigte er die Gründung der Stiftung als zukunftsweisenden Schritt für die Bildungs- und Soziallandschaft in Franken und hob die Bedeutung der Arbeit der Kolping-Einrichtungen für die Region hervor.
In seiner Festrede betonte Vorstandsvorsitzender Stefan Bothe, dass die Stiftung eine Antwort auf die wachsenden Herausforderungen für Bildungs- und Sozialkträger sei. Ziel sei es, regionale Stärke zu bewahren und gleichzeitig die Möglichkeiten einer gemeinsamen Organisation zu nutzen. Besonders hervorgehoben wurde zudem die Einmaligkeit des Projekts: Erstmals arbeiten zwei Kolping-Bildungswerke über Diözesangrenzen hinweg in einer gemeinsamen, rechtsverbindlichen Struktur zusammen. Damit entsteht eine Form der Zusammenarbeit, die weit über Franken hinaus Aufmerksamkeit verdient und auch im kirchlichen Umfeld eine Besonderheit darstellt.
Unter dem Dach der neuen Stiftung arbeiten künftig rund 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an mehr als 30 Standorten und Schulen in Franken. Die Angebote reichen von beruflicher Bildung und Jugendhilfe über Integrations- und Sprachförderung bis hin zu sozialen Projekten und Weiterbildung. Die Rednerinnen und Redner des Abends würdigten den Mut und die Weitsicht aller Beteiligten, die diesen Zusammenschluss ermöglicht und begleitet haben. Gleichzeitig wurde deutlich, dass die Stiftung nicht in erster Linie eine neue Organisationsform darstellt, sondern vor allem ein gemeinsames Versprechen für die Zukunft ist: nämlich Menschen Chancen zu eröffnen, gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen und die Bildungs- und Sozialarbeit im Geiste Adolph Kolpings nachhaltig zu sichern.
In einer Atmosphäre, die gleichermaßen feierlich, herzlich und von der Schaffung eines solch wichtigen Meilensteines geprägt war, nutzten die Gäste die Gelegenheit zu Begegnung und intensivem Austausch.
Der Gründungsfestakt machte deutlich: Die Stiftung Kolping-Bildungswerk Franken versteht sich als starkes Zeichen für Zusammenarbeit, Verantwortung und Zukunftsgestaltung – weit über institutionelle und geografische Grenzen hinaus.
Die Bildungsarbeit von Kolping wird seit vielen Jahrzehnten in den Diözesen erfolgreich unter dem Dach regionaler Kolping-Bildungswerke organisiert. Um die positiven Aspekte dieser dezentralen Regionalität mit den positiven Effekten zentral gesteuerter Organisationseinheiten zu verbinden, haben die Bildungswerke aus Bamberg und Würzburg sich unter dem Dach einer gemeinsamen Stiftung zusammengeschlossen. Damit sind die Voraussetzungen geschaffen, um langfristig erfolgreich zu sein.
Mit der gemeinsam getragenen Stiftung werden die Aktivitäten gebündelt und die regionalen Diözesangrenzen überwunden. Dies führt u.a. zur Schaffung von Synergien und der Stärkung der Wettbewerbssituation.
Als ein großer und starker Akteur können wir noch besser soziale Verantwortung leben, Innovation fördern und nachhaltige Wirkung erzielen – in unserer täglichen Arbeit und für die Menschen, für die wir uns einsetzen.